TEN DENZ Kunst für DICH von Petra Hoffmann
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  Startseite arrow Geschichten NEU Montag, 23. Oktober 2017  

 
Geschichten 1

Das kleine verwunschene Kaninchen

 

Vor vielen Jahren lebte im Sauerland ein kleines schwarz weißes, sehr süßes Kaninchen.

Es lebte gerne und gut, weil es jeden Tag eine leckere Möhre bekam

und immer frischen Löwenzahn und Obst zum Knabbern. Es hatte genügend Auslauf im schönen Garten,

bekam immer seine Streicheleinheiten und war so zahm, dass es am Abend in einem Körbchen vor dem Bett seiner liebevollen Tiermutter schlief und nicht in einem Ställchen,

Eines Tages jedoch, wurde die liebevolle Tiermutter sehr,sehr krank und konnte sich nicht mehr ausreichend um das kleine schwarz weiße Kaninchen kümmern. Dem Kaninchen ging es daraufhin auch sehr schlecht, als es sah wie krank die liebe Tiermutter war. Das Kaninchen war sehr traurig und fraß kaum noch etwas, selbst als sich Nachbarn und Freunde der Tiermutter liebevoll um es kümmern wollten. Die Tiermutter wurde zunehmend kranker und schwächer.

Eines Nachts träumte sie davon, dass ihr jemand die Kraft wieder geben würde, dem Kaninchen eine gute Tiermutter zu sein, oder einen Menschen zu finden, der dem kleinen Kaninchen genauso viel Liebe wie Sie , die Tiermutter in sich hatte, entgegen bringt. Solange bis das geschehen würde –sollte das Kaninchen in ein kleines Plüschkaninchen verwandelt werden. Zwar würde es noch die Augen schließen und öffnen und richtige Kaninchen Geräusche machen können wenn man es liebvoll streichelt, aber es blieb nur ein kleines schwarz-weißes Plüschkaninchen.

Als am morgen die Sonne in das Zimmer lachte, und in ein wunderbares Licht eintauchte, lag das kleine Kaninchen in dem Körbchen vor seiner lieben Tiermutter und hatte sich in ein wunderschönes Plüschkaninchen verwandelt. Davor lag ein kleiner Zettel worauf stand

Nur wer solch große Liebe in sich hat, ein reines Herz besitzt und liebevoll mit seinen Mitmenschen umgeht wie meine Tiermutter, vermag die Kraft zu besitzen mich wieder in das schöne schwarz weiße Kaninchen zu verwandeln welches ich einmal war.

Die Tiermutter las den Zettel, und schloss für immer die Augen. Sie wusste, dass es Menschen gibt, die solch große Liebe in sich tragen um das kleine schwarz weiße Kaninchen wieder zum Leben zu erwecken.

Nun konnte sie endlich in Frieden gehen.

Das kleine Kaninchen ist schon lange auf der Suche nach so einem liebevollen Menschen, Bisher hat es ihn noch nicht gefunden. Was denkst du, der Du gerade diese Geschichte liest, bist du dieser Mensch , der dem Kaninchen ein gutes Zuhause gibt ?????

Und vielleicht hast du so viel Liebe in dir, das das Kaninchen wieder zum Leben erweckt wird.

Es möchte so gerne an Mohrrüben knabbern, und Abends vor deinem Bett in seinem Körbchen einschlafen.

  

********

Der Weihnachtsmuckel

 von Petra Hoffmann

Ich stand in der Küche und schob gerade das dritte Blech in den Ofen.
Vanillekipferl und Berliner Brot lagen schon auf dem Rost zum Abkühlen.

Nun wollte ich noch Spritzgebäck backen.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch im Hintergrund.
Ich drehte mich um und sah ein kleines Männlein gerade einmal einen halben
Meter hoch, das auf einem Bein durch unsere riesige Küche hüpfte.

"Meine Güte", rief ich, "was hast Du mich erschreckt. Wer bist du und wo
kommst Du her ?"

"Ich bin ein Weihnachtsmuckel", antwortete das Männlein, "ich komme direkt
vom Weihnachtsmarkt.
Einmal im Jahr darf ich vom Himmel zum Weihnachtsmarkt und anschließend
noch zu irgendeiner Familie, welche ich mir aussuche.

Ich freue mich schon lange vor Weihnachten darauf, denn der Weihnachtsmarkt in
eurer Stadt ist der Schönste den ich kenne.
So, und nun bin ich bei dir."

Ich war ganz sprachlos denn einen Weihnachtsmuckel hatte ich nie zuvor gesehen.

"Komm", sagte ich, "setz dich und nimm ein paar von meinen leckeren Plätzchen."

"Nein", antwortete das Männlein, " ich hab es eilig denn ich muß zurück in den Himmel.

Das Christkind wartet schon, wir müssen noch die vielen Geschenke verpacken.
Du hast heute einen Wunsch frei, komm sag schnell was möchtet."

Ich hatte also einen Wunsch frei, aber was sollte ich mir wünschen ? Ich hatte ja so
ziemlich alles und außer "GESUNDHEIT" brauchte ich nichts.

"Gut", sagte ich, "dann wünsche ich mir.............plötzlich wachte ich auf........

Es war alles nur ein Traum denn ich hatte schon seit 4 Jahren keine Plätzchen
mehr für meine Familie gebacken.

An diesem Nachmittag duftete es in unserer Küche nach "selbstgebackenen
Plätzchen und Weihnachtsmuckeln."

                                                         Anmerkung:
                            Wann hast du das letzte mal Plätzchen gebacken?

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Das hatte ich ganz vergessen........

von Petra Hoffmann

Puh, endlich geschafft.

Heute hatte ich alle Händevoll damit zu tun, die letzten Weihnachtsgeschenke
zu besorgen.
Die Menschen drängelten sich an den Kassen, als wenn es schon "MORGEN"
nichts mehr gäbe. Autoschlangen vor den Ampeln, das sich selbst bei "GRÜN" nichts mehr bewegte und kein Termin mehr beim Frisör.
Das war mir jetzt egal. Ich saß, in meiner warmen Stube.

Nun wollte ich es mir gemütlich machen.
Morgen war schließlich "Heiligabend", da durfte keine Hektik mehr aufkommen.

Ich brauchte auch nur noch die Geschenke zu verpacken und den Baum zu schmücken.

Genüsslich naschte ich von den selbstgebackenen Plätzchen, welche ich von Frau Kruse geschenkt bekommen hatte.
Frau Kruse, eine nette Nachbarin schenkte mir jedes Jahr einen Teller voll
von "Selbstgebackenem". Ich revanchierte mich dafür mit einem Gesteck,
welches ich auf Ihrer "Baumwurzel" fertig steckte.

Als mein Windlicht mit Weihnachtsduft endlich angezündet, seinen Duft entfaltete und meine Musik von "Rock Christmas" im Hindergrund lief, überkam mich die totale "Weihnachtsstimmung".

Nun ging es ans Verpacken.
Dieses Jahr hatte ich mir als Geschenkpapier etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Sorgfältig breitete ich alle Geschenke auf dem Boden aus.
Tücher, Band und Schere lagen bereit.
Ich wickelte jedes Geschenk in ein Handtuch, Gästetuch oder Geschirrtuch ein.
Ein Geschenk für Mama, für Papa, für meinen Bruder Johannes und seine Frau Lisa.
Ein Geschenk für meine Schwester Michaela, ein Geschenk für Oma und eins für Tante
Brigitte. Zum Schluss für meine Freundin Conni und für den kleinen Lukas von nebenan. So schön waren die Geschenke noch nie verpackt.
Toll, ich hatte etwas für den Umweltschutz getan, kein Verpackungsmüll.

Dieses Jahr hatte ich mir einen ganz tollen Weihnachtsbaum besorgt, nur ca. einen
Meter hoch. Nachdem ich den Baum geschmückt hatte, in diesem Jahr Blau /weiß,
legte ich wie immer alle Geschenke mit Namensschild versehen unter meinen
Christbaum.

Als ich alle Geschenke dort liegen sah, wurde mir ganz warm ums Herz.

Trotz all der Hektik in diesen Tagen, musste ich ganz doll daran denken, dass Gott uns
seinen Sohn schenkte. Nein, der Sinn von Weihnachten darf uns einfach niemals verloren gehen. Ich sah ganz deutlich das Kind in der Krippe im Stall von Bethlehem vor mir.
Dieses Kind, war das größte Geschenk für uns Menschen.
Durch dieses Kind sind wir Gott auch heute noch nahe. Ein größeres Geschenk konnte es gar nicht geben. Für dieses Geschenk bin ich immer dankbar.

Bis zum zweiten Weihnachtstag blieben nun alle Geschenke unter meinem Christbaum
liegen.

Jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag hatte ich alle meine Lieben zum Weihnachtskaffee
eingeladen. Pünktlich gegen 15.00 Uhr waren dann alle zur Stelle.
Nach Tischgebet wurde die schöne Weihnachtstorte verzerrt. Dann machten wir es uns bei stiller Musik gemütlich. Es war richtig herrlich wieder einmal die schönen Weihnachtslieder "gemeinsam" zu singen.
Jetzt ging es ans "Beschenken"

Die Augen des kleinen Lukas von nebenan funkelten als er seine Duplo-Eisenbahn
in der Hand hielt. Ich begann die restlichen Geschenke zu verteilen.

Dieses Mal hatte ich wirklich den Geschmack von allen getroffen.
Nachdem jeder sein Geschenk erhalten hatte, wunderte ich mich, das noch ein
Geschenk unter dem Christbaum lag, denn alle hatten ihr Geschenk bereits.

Ich nahm das Päckchen hoch und schaute aufs Namensschild.
Frohe Weihnachten " Für meine liebe Oma Elfriede" stand darauf.

Ich hatte ganz vergessen,
Oma Elfriede hatte uns am 18. ten Oktober für immer verlassen.

                            ( zur Erinnerung an meine Oma Elfriede )

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"Das Weihnachtsrenntier Rennie"

 von Petra Hoffmann

Ich stand in der Küche und schob gerade das dritte Blech in den Ofen.
Vanillekipferl und Berliner Brot lagen schon auf dem Rost zum Abkühlen.

Nun wollte ich noch Spritzgebäck backen.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch im Hintergrund.
Ich drehte mich um und sah ein kleines wunderschönes Renntier gerade einmal einen halben
Meter hoch, das tappte durch unsere riesige Küche .

"Meine Güte", rief ich, "was hast Du mich erschrocken. Wer bist du und wo
kommst Du her ?"

"Ich bin ein Weihnachtsrenntier mein Name ist Rennie, antwortete das Renntier, "ich komme direkt
vom Weihnachtsmarkt in deiner Stadt.
Einmal im Jahr darf ich vom Himmel zum Weihnachtsmarkt und anschließend
noch zu irgendeiner Familie, welche ich mir aussuche.

Ich freue mich schon lange vor Weihnachten darauf, denn der Weihnachtsmarkt in
eurer Stadt ist der Schönste den ich kenne.
So, und nun bin ich bei dir."

Ich war ganz sprachlos denn ein Weihnachtsrenntier  hatte ich nie zuvor gesehen.

Es sah ganz zauberhaft aus. Überall um seinen Kopf herum hingen Glöckchen und es bimmelte in vielen Tönen vor sich her. Sein Fell war das weichste, was ich je gesehen hatte. Und glänzte in güldener Farbe. Och war das süss.

"Komm" Renny, sagte ich, "ich hol ein wenig Stroh von draußen, ich hab es schon für unsere Weihnachtskrippe gekauft. Das ist mollig warm und du kannst es dir hier gemütlich machen.

Und dann nimm ein paar von meinen leckeren Plätzchen."

"Nein ", antwortete das Renntier Renny und lachte, Renntiere essen doch keine Plätzchen. Außerdem hab ich es eilig, ich muß zurück in den Himmel. Das Christkind wartet schon auf mich. Wir müssen ja bald die Geschenke an die Kinder verteilen.  Und die haben dieses Jahr ganz viele Wünsche.


Aber Du,  hast heute einen Wunsch frei, komm sag schnell was möchtet."

Ich hatte also einen Wunsch frei, aber was sollte ich mir wünschen ? Ich hatte ja so
ziemlich alles und außer "GESUNDHEIT" brauchte ich nichts.

"Gut", sagte ich, "dann wünsche ich mir.............plötzlich wachte ich auf........

Es war alles nur ein Traum

denn ich hatte schon seit 4 Jahren keine Plätzchen
mehr für meine Familie gebacken.

An diesem Nachmittag duftete es in unserer Küche nach "selbstgebackenen
Plätzchen und Weihnachtsrenntieren ."

                                                         Anmerkung:
                            Wann hast du das letzte mal Plätzchen gebacken?

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Niemand.......
..... will mich haben

von Petra Hoffmann

Es ist doch jedes Jahr das gleiche Leid. Nach den Feiertagen rennen sie los
und tauschen "MICH" um.
Mich, die Kroko-Tasche von Armani. Dabei war ich gar nicht mal so billig.
Nun gut, die Leute welche mich kauften waren auch gut betucht.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich schon in den besten und schönsten
Wohnzimmern zu Hause war. Zumindest für drei bis vier Tage von Heiligabend bis
nach den Feiertagen. Da habe ich schon manche Dinge erlebt.

Bemerken konnte ich, daß der Sinn von Weihnachten fast verloren gegangen ist . Die Menschen singen nicht mehr. Das einzige was zählt sind die Geschenke.
Bloß wenn diese nicht gefallen.........

An diesem Weihnachten bekam " MICH " Frau Dorthe von Kannengießer
geschenkt. Alle waren Wohnzimmer versammelt.
Herr von Kannengießer erhielt von seiner Frau die fünfte Cartier- Uhr, obwohl alle
anderen Vier auch noch funktionierten. Gut, dachte Herr von Kannengießer, dann kann
ich fast jeden Tag eine andere Uhr tragen, aber eigentlich ganz unnütz.
Seiner Frau spielte er eine große Freude vor.

Die drei Kinder waren recht zufrieden.
Silvi -Marie , 13 bekam eine neue CD Anlage, Malte, elf 11 bekam einem Computer mit allem was dazugehört und Thio-Massimo, acht Jahre bekam ein neues Rad und ein fernsteuerbares Rennauto, `alias Michael Schumacher.

Nur Dorthe von Kannengießer war maßlos enttäuscht. Wie jedes Jahr. Das war nichts
Neues. Was Sie so an "MIR" rum zu mäkeln hatte.
Ich war Ihr zu klein, ich hatte nicht die richtige Form, ich hatte eine scheußliche Farbe,
ich hatte einen zu kleinen Griff und auch der Verschluß war Frau von Kannengießer zu primitiv.
Schlicht weg, ich war Ihr einfach zu häßlich.
"Gut", sagte Herr von Kannengießer, "dann tausch sie doch einfach um, denn das machst du doch schon seit 10 Jahren mit jedem Geschenk zu Weihnachten."

Am dritten Tag nach Weihnachten brachte Frau von Kannengießer "MICH" zurück.

Seit ich eine Tasche war und das waren nun schon fünf Jahre, wurde immer wieder
umgetauscht.
War ich denn wirklich so häßlich ?

Ach könnte ich doch wieder zu Haus im schlammigen Fluß sein.
Dort war ich schließlich das schönste und größte Krokodil. Und alle
Kroko-Damen standen auf mich.